Motivation

 

Straight from the Agegroup!

Alle Agegrouper haben das gleiche Problem. Triathlon benötigt verdammt viel Zeit, besonders in der Vorbereitung auf eine Langdistanz. Neben Familie und Job ist diese Zeit oft schwer zu erübrigen. Durch einige Tipps und Tricks ist dieses Trainingspensum dennoch möglich. Und diese holen wir uns von denen, die es am Besten wissen: Von Euch!
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Wir treffen uns möglichst früh, damit alles in den Kram passt!

Ich habe noch reichlich schwere Knochen und reibe mir Schlaf aus den Augen, als ich an unserem Treffpunkt ankomme. Wir wollten die Kilometer unbedingt noch vor der Arbeit laufen. Abends sehe es eher schlecht bei ihm aus, meinte Tobi, wenn dann habe er früh am Morgen Zeit. Also: Treffpunkt um 5:45 Uhr bei den Seehunden (Sonnenaufgang 6:08), einem der beliebtesten Treffpunkte an der Promenade unserer kleinen Heimatstadt Kiel.

Als wir beschlossen Interviews während des Laufens zu führen, mit Leuten, die es schaffen einen großen Umfang an sportlichen Aktivitäten in ihr Leben zu integrieren, kam mir Tobi als einer der Ersten in den Sinn. Ich wusste, der Typ macht nicht nur privat einiges an Sport, sondern auch beruflich irgendetwas in die Richtung. So richtig kennen tun wir uns eigentlich nicht, es ist eher so eine „Man hat sich schon öfter mal gesehen und auch schon unterhalten“- Bekanntschaft, die man in so einer kleinen Stadt wie Kiel durchaus öfter pflegt.

Tobi kommt pünktlich, bereits gut angewärmt, mit einem kleinen Beutel auf dem Rücken, die Promenade runtergejoggt. Wir begrüßen uns und laufen direkt los.

Er arbeitet im öffentlichen Dienst. So gut, so langweilig! Doch Tobi hat ’ne Stelle, um die so manch einer ihn wohl ein wenig beneiden könnte. In der Verwaltung der Landeshauptstadt Kiel ist er in der Abteilung für Sportförderung. Das bedeutet, dass er die sportliche Zukunft der Stadt mitgestalten kann. Vorher arbeitete er bei Sponsoo. Einem Sport-Sponsoring Marktplatz, welcher Unternehmen, Sportler und Veranstalter miteinander connected. Er ist ein Sportsmann durch und durch.

Wenn Tobi nicht auf dem Amt sitzt, trainiert er nach einem selbst zurecht geschusterten Trainingsplan.

„Was sind deine sportlichen Ziele?“

„Langfristig ist ein Finish auf der Langdistanz mein übergeordnetes Ziel. Doch ich habe meine Ziele in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele eingeteilt. So behalte ich die Übersicht und kann kleine Steps gehen. Kurzfristig möchte ich die „Gönnjamin-Wochen“ erfolgreich hinter mich bringen – Andere nennen diese Wochen vielleicht auch „Offseason“, aber dieser Begriff ist mir zu sportlich und lässt das Gefühl der angezogenen Handbremse zu. Zur Zeit mache ich alles, was mir wirklich Spaß bringt und auch eventuell nicht gerade optimal in den Ernährungsplan eines Sportlers passt. Wenn ich diese Zeit schlagartig und kontrolliert beende, dann gebe ich mir selbst das Gefühl mich zu konzentrieren und zu fokusieren. Mittelfristig ist das nächste Ziel den Marathon unter 3 Stunden abzuliefern.“

„Du meintest, du hast dein Hauptziel in Unterziele eingeteilt. Ist das eine Form dich bei der Stange zu halten?“ 

„Das Aufteilen des Gesamtzieles in kleinere Ziele, die ich nacheinander abarbeiten kann, ist auf jedenfall eine meiner größten Motivationshilfen. Dadurch gebe ich mir immer wieder selber kleine Schübe, kann Punkte abhacken und bekomme Bestätigung für meine Leistungen. Es ist reine Kopfsache. Wenn ich weiß, mein großes Ziel liegt noch 1,5 Jahre entfernt, habe ich weniger Druck, als wenn ein kleines Ziel schon nächste Woche bevorsteht. So hangele ich mich von Step zu Step.“

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„Wie bist du überhaupt zum Triathlon gekommen?“

„Ich komme ursprünglich vom Laufen. Doch dort sind für mich persönlich die Ziele ein wenig begrenzt. Triathlon bietet ein weites und spannendes Feld. Man kann an so vielen Ecken an sich Selbst und auch am Equipment schrauben. Die Trainingsmöglichkeiten sind abwechslungsreich und äußerst vielfältig. Ich habe immer die Möglichkeit trainieren zu gehen. Ob im Alltag, Urlaub oder auf Familienausflügen – eine der drei Sportarten lässt sich immer gut ins Programm mit einpflegen.“ 

„Gibt es Tage an denen du gar keine Lust hast zu trainieren?“

Grundsätzlich nicht. Lust habe ich eigentlich immer, nur lässt mich manchmal mein Zeitplan im Stich. Ich übertreibe es nicht mit dem Training und gönne mir auch die benötigten Auszeiten. Dadurch bleibt es für mich spannend und ausggeglichen zu meinem restlichen Alltag. Immer wenn ich zum Training antrete, bin ich zu hundert Prozent fit und möchte an mir selber arbeiten, mit viel Spaß und Abwechslung. 

„Sind Offtage also Teil deines Trainigsplans?

„Ja! Sogar ein sehr wichtiger. Ich bin kein Profisportler. Die werden mit den unterschiedlichsten Methoden künstlich fit gehalten, damit sie direkt wieder angreifen können. Jeder muss sich regenerieren, denn genau in diesen Phasen passieren wichtige Prozesse im Körper! Ich begreife sie inzwischen nicht mehr als Belastung, sondern als gezielte Entlastung. Dafür kann man im eigentlichen Training viel agiler und härter angreifen!“ 

„Hast du noch einen weiteren persönlichen Motivationstip, wenn gar nichts mehr geht?“

„Mit der richtigen Untermalung geht alles. Eine gute Playlist kann dich manchmal weiter tragen, als dir selber bewusst ist!“ (s.u.)

„Danke Tobi! Bis zum nächsten Mal“

„Ich danke dir auch! Wir sehen uns!“

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Du bist Agegrouper und möchtest auch zu einem bestimmten Thema deine persönliche Erfahrung teilen? Wir freuen uns auf eure Anfragen unter hello@jrney.de.

 

Tobi´s Top 5 Running Songs (Links zu Spotify)

5. The Offspring-Self Esteem

4. Stromae-Papaoutai

3. Skylar Grey-Connonball

2. Red Hot Chili Peppers-Can´t Stop

1.Meek Mill-Lord Knows

 

Playlist mit allen Top 5 Running Songs unserer „Straight from the Agegroup“ Partner:

Straight from the Agegroup

 


 

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