Familie und Triathlon

Straight from the Agegroup!

Alle Agegrouper haben das gleiche Problem. Triathlon benötigt verdammt viel Zeit, besonders in der Vorbereitung auf eine Langdistanz. Neben Familie und Job ist diese Zeit oft schwer zu erübrigen. Durch einige Tipps und Tricks ist dieses Trainingspensum dennoch möglich. Und diese holen wir uns von denen, die es am Besten wissen: Von Euch!
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„Ich habe schon einige Beziehungen an Triathlon zu Bruch gehen sehen!“

Simon verfolge ich seit geraumer Zeit auf Instagram. Er fasziniert mich sehr, da er einen enormen Trainingsumfang hinlegt und das trotz zweier Kinder und einem Vollzeitjob. Daher habe ich mich mit Simon unterhalten und mit ihm darüber gesprochen, wie er sein Training und seine Familie unter einen Hut bekommt.

Moin Simon! Schön, dass du dir Zeit nehmen konntest. Sag mal, wie bist du eigentlich zum Triathlon gekommen?

Oh das ist eine gute Frage! Das Ganze hat angefangen, als ich bei der Bundeswehr war. Dort begann ich mit dem Laufen und außerdem mit Krafttraining. Irgendwann habe ich mir zur Abwechslung das Rennrad von meinem Bruder ausgeliehen und war damit einige Male unterwegs. Das hat mir echt Spaß gemacht. Aus logischen Gründen wollte ich das Dreiergespann dann komplett machen und habe mir selber Kraulen beigebracht, mit Hilfe von YouTube-Tutorials. Das Ganze sollte dann für mich in einer Sprint Distanz gipfeln, bei der ich fast während des Schwimmens abgesoffen wäre. Doch trotz der nassen Umstände hat mich danach direkt das Fieber gepackt. Mein großes Ziel war von da an: Ironman Finish!

Auf vielen Bildern deines Instagram Accounts konnten wir genau das beobachten. Du hast den Ironman gemacht und das nicht nur einmal! Wie ging es danach weiter?

Ich hatte meine Ziele irgendwann erreicht. Als ich die Ironman Distanz bezwungen hatte, wollte ich meine gesamte Ausrüstung verkaufen und einen Schlussstrich ziehen. Jedoch hielt meine Frau mich davon ab, sagte mir, ich solle den Gedanken sofort wieder verwerfen und den ganzen „Scheiß“ behalten. Ich habe auf sie gehört und bin drangeblieben.

Deine Frau ist also deine Motivationshilfe. Wie läuft dein Training ab? Trainierst du nach Plänen?

Zu Anfang hatte ich gar keine, ich habe immer frei trainiert und mir meine eigenen Pläne zusammengeschrieben. Und dann in gigantischen Umfängen trainiert, wie ein Bekloppter.

Erst später begleitete mich Frederik Martin, von „ProAthletes“ aus Köln, als Trainer. Den daraus resultierenden Erfolg hatte ich bei meinem zweiten Ironman, bei dem ich tatsächlich 1:40h schneller war! Damals hatte ich noch keine Kinder und dementsprechend mehr Zeit zum Trainieren. Meine Frau und ich trainierten viel zusammen und pushten uns gegenseitig bei langen Einheiten.

Heute bin ich glücklicher Papa von zwei wunderbaren Mädchen und kann sagen, dass ich trotzdem noch super gut im Training bin, ich habe meinen Trainingsplan ans Familienleben angepasst. Mein Tag beginnt morgens um 5:00Uhr, ich bin ein „Early Bird“. Ich versuche eine gesunde und gute Balance zwischen Familie, Beruf und Sport zu halten, wobei meine Familie natürlich immer an erster Stelle steht!

Ich habe schon häufig erlebt, dass Triathleten egoistisch ihr Ding durchziehen und schon einige Beziehungen dabei zu Bruch gegangen sind. Seit ich meine Mädchen habe, bin ich insgesamt viel gelassener im Umgang mit meinem Trainingsplan. Früher wäre ich ausgerastet, wenn nicht alles so klappt, wie ich es mir vorgenommen habe – heute habe ich andere Prioritäten.

Was ist mit der Langdistanz in Österreich, an der du dieses Jahr teilnehmen wolltest?

Obwohl ich ursprünglich mit Ironman aufhören wollte, kribbelt es mir immer wieder in den Fingern, wenn ich daran denke. Ich hatte mich für die Langdistanz in Österreich angemeldet, allerdings fiel der Geburtstermin meiner Tochter genau auf dieses Datum und ich verschob den Wettkampf auf nächstes Jahr. Darauf bereite ich mich nun entspannt vor. Heute findet mein Training nicht wie früher allein statt, sondern häufig mit dem Babyjogger. Ich laufe morgens, direkt nach dem Aufstehen und starte so fit und zufrieden in den Tag.

Danke Simon, dass du das mit uns geteilt hast. Es ist also definitiv möglich, trotz Familie und Job, auf eine Langdistanz zu trainieren. Ich danke dir für dieses wunderschöne Interview. Liebe Grüße an deine Familie.

Danke dir und noch einen schönen Tag!

 

Deine top 5 Songs fürs Laufen?

-FooFighters – Pretender
-Nirvana – Come as you are
-AnnenMayKantereit – Pocahontas
-Watermät – Bullit
-Arctic monkeys – flourescent adolecent

Hier geht es zur Playlist mit allen Songs unser Straight from the Agegroup Partner

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