Sponsoren

Straight from the Agegroup!

Alle Agegrouper haben das gleiche Problem. Triathlon benötigt verdammt viel Zeit, besonders in der Vorbereitung auf eine Langdistanz. Neben Familie und Job ist diese Zeit oft schwer zu erübrigen. Durch einige Tipps und Tricks ist dieses Trainingspensum dennoch möglich. Und diese holen wir uns von denen, die es am Besten wissen: Von Euch!
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„Mann muss aktiv auf die Sponsoren zugehen, ansonsten wird das nichts!“

Silas habe ich das erste mal wärend des Ostseeman 113 in Damp getroffen. Naja sagen wir eher: Ich habe ihn gesehen. Denn er lief gerade in die vorletzte Laufrunde, als ich mein Rad abstellte. Gemeinsam haben wir uns über seinen großen Traum „Kona“ unterhalten und wie man als Agegrouper an Sponsoren kommt.

Moin Silas! Sag mal, wie bist du eigentlich zum Triathlon gekommen?

Moin Lasse, eigentlich komme ich aus dem Leistungsschwimmer-Bereich. Doch da hatte ich irgendwann alle meine Ziele erreicht, die ich vom Standort Kiel für mich erreichen konnte. Daher wollte ich neue Impulse setzen und meinen Horizont erweitern.

2016 habe ich nach dem Erreichen von den Deutschen Meisterschaften einen runden Abschluss gefunden und auch einen Schlussstrich gezogen. Ein Jahr zuvor hatte ich bereits am Kiel-Triathlon teilgenommen und meinen Spaß daran definitiv gefunden. Ich wusste, dass mir das liegt und so habe ich ab diesem Zeitpunkt meine gesamte Konzentration auf Triathlon fokussiert.

 

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Foto:Finisher Pix

Jeder Triathlet hat bereits von dem Ironman Kona gehört oder träumt sogar davon selbst einmal auf Hawaii zu starten. Du warst dieses Jahr dort und sogar sehr erfolgreich. War das schon immer ein Traum von dir?

Ja absolut! Auch wenn er mir nicht immer durchgehend im Sinn war. In meinem Abi-Jahrbuch, welches ich letztens mal wieder durchblättert habe, stand sogar als Kommentar einer meiner Mitschüler: „Wird einmal auf Hawaii den Ironman bestreiten!“

Mir war das nicht so wirklich bewusst, aber ich muss mich mit meinen Schulkemaraden doch viel darüber unterhalten haben. Irgendwie schwirrte die Idee oder der Traum immer im Hinterkopf. Mal mehr, mal weniger bewusst.

Du bist kein Profiathlet, sondern ein „normaler“ Altersklassen Athlet. Aber auch hinter dir steht ein großes Team? Braucht man das, um Kona zu erreichen?

Ich habe definitiv ein unglaublich gutes Team um mich herum. Mein Trainer begleitet mich bereits seit zwei Jahren und seit neuestem steht mir auch eine Physiotherapeutin zur Verfügung. Die Monate vor Kona habe ich ebenfalls eng mit einem Mentaltrainer zusammengearbeitet. Das alles hat mich definitiv sehr viel weiter gebracht, als wenn ich alleine trainiert hätte.

Du hast auch eine Reihe an Sponsoren. Wie kommt man als Agegrouper dazu?

Da muss man definitiv aktiv auf Leute zugehen, ansonten wird das nichts! Die Sponsoren sind für mich persönlich extrem wichtig, da ich noch Student bin. Der Sport reißt einem ein ordentliches Loch ins Portmonnaie, aber durch meine Sponsoren kann ich es ein wenig abmildern.

Die Arbeit mit ihnen ist ein Nehmen und Geben. Man muss kompromissbereit sein und an manchen Stellen besonderen Einsatz zeigen. Im Gegenzug helfen mir die Sponsoren zu mehr Effektivität und dabei meine Zeit besser nutzen zu können.

Ich bin mir nicht sicher, ob man das komplett aus eingener Kraft schaffen kann. Damit man sich allein auf der Strecke nach vorne kämpfen kann, benötigt man Leute die einem neben der Strecke den Rücken freihalten. Ich bin sehr dankbar dafür.

Hawaii! Kurz und Knapp! Wie wars?

HAMMER GEIL! Ein wahnsinns Erlebnis. Eine kleine Insel mit unglaublicher Kulisse und ein gigantischer Rummel. Manchmal musste ich zum Durchatmen einfach für eine

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Foto: Finisher Pix

Stunde zurück in die Unterkunft, weil es so überfüllt war. Das Rennen ansich ist hart, aber einfach mega cool! Härtester Massenstart, den ich je erlebt habe. Ich hatte das Gefühl richtig verdroschen zu werden. Das war wirklich eine heftige Stresssituation. Die Anspannung bis zum Knall der  Start-Kanone ist das Schlimmste. Aber als es dann losging, war ich plötzlich ganz klar bei Verstand und  konnte das Training abrufen. Es kam mir sofort vertraut vor – man hat es ja bereits 1000 mal im Kopf durchgespielt. Alles in allem: Gänsehaut pur.

Technisch ist die Radstrecke nicht sehr anspruchvoll. Wer die Kraft hat, kann sich nach vorne schieben, trotz der Überfüllung.

Beim Laufen auf dem Highway wurde es dann extrem hart. Da war ich voll im Tunnel und in mich gekehrt – aber es ging mir dennoch nicht aus dem Kopf, dass ich gerade auf Hawaii bin! Es war einfach unglaublich!

Und was passiert nun?

Zunächst kehrte der „Schländrian“ ein. Einen Monat habe ich nichts gemacht und jetzt wird wieder angegriffen. Es gibt kein Loch, weil ich direkt wieder neue Ziele vor Augen habe. Im Jahr 2019 werde ich keine Langdistanz angehen. Ich studiere noch und werde ein Auslandsemester in Spanien verbringen. Dort setze ich meinen Fokus auf die Quali für die Weltmeisterschaft 70.3 in Nizza.

Super cool Silas! Vielen Dank für deine Zeit und viel Erfolg, bei allem was du tust!

Sehr gern, ciao und danke!

 

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(Foto:Jennifer Zornig)

 

 

https://www.silas-koehn.de/

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Deine top 5 Songs fürs Laufen?

Das ist einfach! Ich laufe niemals mit Musik in den Ohren 😉

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Straight from the Agegroup

Titelbild: Jennifer Zornig

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