Recovery

Ruhst du noch aus oder rebootest du schon?

Wer kennt es nicht? Diese Schwere in den Beinen nach langen Einheiten. Die Beine müde, die Hüfte steif und der gesamte restliche Körper endlos schwer. Treppe rauf und runter stolpern. Ein wenig Antriebslosigkeit schwebt im Raum. Das blockiert einen natürlich im persönlichen Trainingsablauf, besonders wenn mehrere Trainingseinheiten am Tag anstehen. Da will man nicht unbedingt mit Storchenbeinen zur nächsten Einheit starksen. Obwohl sich Sportwissenschaftler bei diesem Thema viel streiten, scheinen sie sich in einem Punkt einig zu sein. Der Körper braucht an diesem Punkt Erholung oder wie es heute allgemein in den Sport-Sprachwortschatz eingepflegt wurde: RECOVERY!

Wieso denn überhaupt Erholung?

Erholung ist das A und O beim Sport. Denn erst in den Ruhephasen kann dein Körper die Impulse des Trainings verarbeiten und sich an die neuen Belastungen anpassen. Trainingsreize bedeuten für deinen Körper Stress, auf den er sich vorbereiten will, damit der Stress bei der nächsten gleichen Belastung verringert wird. Leistungssteigerung ist also eine natürlich Reaktion des Körpers auf Trainingsimpulse. Dadurch ist natürlich vorgegeben, dass nicht nur die Trainingseinheiten gut geplant werden müssen, sondern auch die Regenerationsphasen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass man langfristig eine Verbesserung seiner Leistung erfährt, wenn man seinem Körper nicht genügend Möglichkeit bietet, sich ordentlich auszuruhen. So weit so gut, aber…

…wie regeneriert man denn nun richtig?

Es gibt mehrere Möglichkeiten sich von Belastungen zu erholen. Die einfachste ist sicherlich: „Passive Regeneration!“ Diese bestehend aus ausreichend Ruhe und der richtigen Ernährung! Oder auch durch Massage-Einheiten. Doch sind wir mal ehrlich! Wer hat schon Bock immer lange zu warten, bis er wieder komplett fit ist oder hat das Geld sich regelmäßig massieren zu lassen? Viel effektiver ist, laut Sportmedizin, die „Aktive Regeneration“. Ziel ist es hier, die Durchblutung der betroffenen Regionen anzuregen und dadurch Nährstoffe an den richtigen Ort zu transportieren. Damit erfährt man eine verkürzte Regenerationszeit. Diese kann aus sehr langsamen Joggingeinheiten bestehen, aus leichten Mobilitätsübungen, Foamrolling oder sanften Schwimmübungen.

Doch was ist die „richtige“ Methode?

Meiner Meinung nach gibt es da keine Standartregel. Ich wechsle zwischen „passiver“ und „aktiver“ Regeneration hin und her. Sowie ich gerade das Gefühl habe, dass es meinem Körper gut tut. Jedoch bin ich stets Fan der aktiven Form gewesen. Meine Empfehlung an dieser Stelle ist, beides auszuprobieren und für sich selber herauszufinden, was die bessere Methode ist.

Geht das nicht noch einfacher?

Als Fan der aktiven Regeneration habe ich ein kleines Problem. Es gibt sicherlich viele, die Spaß daran haben, aber Blackroll und Regenerationseinheiten sind nicht gerade meine Favoriten auf dem Trainingsplan. Demnach war ich absolut begeistert, als ich das erste Mal von den sogenannten „Reboots“ hörte. Das Versprechen: „Regenerier deine Beine – Schneller als jemals zuvor! IM LIEGEN!!!“ Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein.

Reboots bei der Benutzung durch eine junge Frau

Was sind Reboots?

Reboots sind schlauchförmige Stoff-Röhren, die durch ein angeschlossenes Gerät, gleichmäßig mit Luft gefüllt werden können. Dadurch lässt sich an den Beinen eine gleichmäßige gleitende Massage erzeugen, die hilft, die Durchblutung anzuregen, Abfallprodukte des Körpers abzutransportieren und Nährstoffe zu den betroffenen Stellen zu transportieren – Also eine Mischung aus „aktiver“ und „passiver“ Regeneration.

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Reboots im Test

Reboots im Gepäck

Mir war klar, dass ich die Wirkung der Reboots nur ausgiebig testen kann, wenn die Belastungen außergewöhnlich hoch sind und die Regenerationsphasen dadurch dementsprechend lang. Daher habe ich die „Recovery Stiefel“ mit ins Trainingslager nach Mallorca genommen. Zwei Trainingseinheiten am Tag und Zeit für Ruhephasen. Es gibt keine bessere Möglichkeit die Wirkung ausgiebig und gründlich zu testen. Problem Nummer eins trat direkt beim Reiseantritt auf. Von den möglichen 20kg Gepäck nehmen die Reboots schon direkt die Hälfte ein und das gleiche gilt auch für das Fassungsvolumen in meinem Koffer. Wandern halt einige der Klamotten mit ins Handgepäck. Durch das große Volumen muss man sich reisetechnisch ein wenig anpassen, was dazu anregt, wirklich nur das Nötigste einzupacken.

Aufbau und Erklärung

Das Gerät ist simpel aufzubauen. Auch wenn es selbst sehr komplex aussieht. Es gibt insgesamt drei Teile. Die beiden Beinschläuche und der Kompressor mit LCD Bedienungspanel. Die beiden Beinschläuche sind mit Links und Rechts eindeutig gekennzeichnet und lassen sich daher nur schwer verwechseln. Man zieht sie sich wie ein große Hose mit Reissverschlüssen an, schließt den Kompressor an und schon kann es losgehen. Auf dem LCD Panel kann man verschiedene Druckeinstellungen wählen und aus einer Reihe Entspannungs-Programmen wählen. In der beigefügten Anleitung lässt sich zwar erkennen, wie der Ablauf der verschiedenen Programme ist, aber nicht wirklich, wofür man die verschiedenen Programme wählen sollte. Da keine weiteren Informationen zu finden waren, ging ich davon aus, dass man nach Bedürfnis wählen sollte. Die Massage, die einem gerade am angenehmsten vorkommt, ist die richtige für die vorherige Belastung.

Wirkung

Wirklich faszinierend war es für mich, wie sich meine leichte anfängliche Skepsis in Begeisterung umschlug. Die Verteilung des Luftdrucks ist unglaublich gleichmäßig und bringt sanft, aber bestimmt, rollende Bewegung auf die betroffenen Stellen. Durch das Bedienungspanel kann man den Luftdruck gut steuern und auch besonders beanspruchte Stellen gesondert ansteuern. Während der Behandlung fühlen sich die Beine angenehm betäubt an und die rollenden Bewegungen drücken merklich Stoffe aus den Beinen heraus.  Das Gefühl ist deutlich besser, wenn man die Füße ein wenig höher legt, als den Rest des Körpers. Dadurch wird der Effekt noch einmal deutlich verstärkt. Die Anwendung habe ich täglich direkt nach der Belastung durchgeführt.

Reboots Gerät am Arbeiten

Fazit

Von den Reboots bin ich sowohl von der Handhabung, als auch von der Wirkung absolut begeistert. Jedoch müssen wir auch bei jeglicher Begeisterung ein wenig über den Preis sprechen. Mit 799€ ist das System nicht gerade günstig. Doch lohnt sich die Investition? Ich persönlich würde „Reboots“ für Sportler empfehlen, die einen strickten und engen Trainingsplan haben, der wenig Regenerationspausen vorsieht. Zum Beispiel Triathleten, die auf die Langdistanz trainieren. Gerade im Trainingslager habe ich mich schon jeden Abend drauf gefreut, die Reboots auspacken zu dürfen, für eine Dreiviertel Stunde bei guter Musik zu entspannen und habe nicht nur einmal den Knopf für die Verlängerung des Programms gedrückt! Wer bereit ist für eine schnellere Regeneration ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen, ist mit den Reboots mehr als gut beraten. Absolute Kaufempfehlung!

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Hier gehts zur Homepage von Reboots:

https://reboots.de/?ref=LassePopken

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