Straight from the Agegroup!

Alle Agegrouper haben das gleiche Problem. Triathlon benötigt verdammt viel Zeit, besonders in der Vorbereitung auf eine Langdistanz. Neben Familie und Job ist diese Zeit oft schwer zu erübrigen. Durch einige Tipps und Tricks ist dieses Trainingspensum dennoch möglich. Und diese holen wir uns von denen, die es am Besten wissen: Von Euch!
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Hey Nadine! Danke, dass du dir hierfür Zeit nimmst. Wie bist du eigentlich zum Triathlon gekommen?

Hi! Ich habe bis 2011 aktiv Cheerleading betrieben. Danach fing ich mit dem Laufen an. Um Abwechslung ins Lauftraining zu bringen, begann ich nach einiger Zeit mit dem Radfahren. Zuerst nur mit dem Mountainbike, damit kämpfte ich mich des Öfteren den heimische Feldberg rauf und runter. Das brachte mir so viel Spaß und fixte mich an, dass kurze Zeit später das erste Rennrad bei mir einzog.

Einer meiner Arbeitskollegen erzählte mir immer mal wieder von seinen Triathlon-Erfahrungen. Seine Begeisterung für den Sport sprang auf mich über, irgendwann suchte ich selbst die Herausforderung. Wir meldeten uns mit ein paar Arbeitskollegen zum 10 Freunde-Team-Triathlon in Frankfurt an, seitdem bin ich dabeigeblieben!

Wie lief dein erster Triathlon ab? Womit hattest du zu kämpfen?

Das war ziemlich chaotisch. Ich hab gern alles genau unter Kontrolle. Ich organisiere und plane alles immer haargenau und muss vorher wissen, worauf ich mich einlasse. Nicht zu wissen, was mich am nächsten Tag erwartet, hat mich fast wahnsinnig gemacht. Deshalb war der erste Triathlon für mich mental eine ziemliche Herausforderung. Ich wusste überhaupt nicht, was auf mich zukommen würde, was ich wann wo an Wechselklamotten hinlegen musste, damit es reibungslos läuft. Mich schon am Vortag zu entscheiden, ob ich Socken oder keine Socken anziehe, ob ich die schwarze oder blaue Brille tragen möchte, fiel mir überhaupt nicht leicht.

Doch nach dem Startschuss fiel alle Anspannung von mir ab. Das Schwimmen lief überraschend gut, danach kam der erste Wechsel meines Lebens. Rauf aufs Rad und los ging es…soweit so gut! Ich konnte zum ersten Mal „durchatmen“. Meine größte Angst, dass etwas im Wechsel T1 hätte schief laufen können, war somit verflogen. In einer der ersten Kurven musste ich allerdings mit Schrecken feststellen, dass das Vorderrad meines Mountainbikes zu schlingern begann, es wackelte wie verrückt in der Halterung. Ich musste wohl völlig verpeilt haben den Schnellspanner festzuziehen, als ich das Rad vom Auto in die Wechselzone gebracht hatte. Nach dieser Panne, lief zum Glück alles rund.

Aus solchen Situationen lernt man! Erzähle uns doch mal von „Racing Aloha“. Vielen Leuten ist die bunte und fröhliche Truppe ja bereits bekannt. Aber erkläre doch für die restlichen noch einmal worum es sich da genau handelt!

Racing Aloha ist ein Zusammenschluss mehrerer Triathlon begeisterter Mädels, zum Großteil aus dem Allgäu. Ich bin vorletztes Jahr dazu gestoßen, wohne zwar in Frankfurt, versuche aber so oft es geht dazuzukommen.

Wir starten gemeinsam in der Liga als Team, unterstützen uns aber auch bei den jeweiligen Einzelwettkämpfen. Wir versuchen die Triathlon-Welt ein bisschen bunter zu machen und vor allem Frauen dazu zu bewegen, Sport zu machen und vielleicht sogar einen Versuch im Triathlon zu wagen. Wir teilen unsere Erfahrungen und Erlebnisse über unsere Facebookseite und über unseren Instagramaccount mit der Community. Wir haben auch eine Facebookgruppe – nur für Frauen – wo man jede scheinbar noch so blöde Frage stellen kann und Antworten und Unterstützung durch andere Frauen bekommt. Auch Staffeln finden sich hier zusammen.

Das hört sich toll an! Wie ist Racing Aloha entstanden und wie bist du dazugestoßen?

Racing Aloha ist durch den Zusammenschluss von zehn Freundinnen / Trainingspartnerinnen entstanden, die vor einigen Jahren das Team gründeten und zusammen in der Liga starteten. Ich habe mich damals über eine Ausschreibung für einen Platz im Team beworben, es klappte nicht direkt beim ersten Versuch, aber das Jahr darauf, dachte man dann an mich und fragte, ob ich noch dabei sein möchte. Wie hätte ich da nein sagen können!

Wie sieht dein persönlicher Trainingsalltag aus? Gib uns doch mal eine Übersicht über eine typische Trainingswoche.

Ein typischer Trainingsalltag sieht so aus, dass ich morgens um 6:15Uhr versuche aufzustehen, ich bin absolut kein Morgenmensch, deshalb bleibt es manchmal bei dem Versuch und es wird 7:00Uhr oder 7:30Uhr draus. Entweder frühstücke ich zuhause oder mache mich direkt auf den Weg zur Arbeit und frühstücke dort. Dann folgt ein typischer acht bis zehn Stunden Arbeitstag in einer Investmentbank, bevor ich gegen 19:00Uhr wieder Zuhause bin und entweder ins Fitnessstudio gehe, laufe, Rad fahre oder schwimme. Je nachdem, was so auf dem Plan steht.

An den Wochenenden stehen dann längere Rad- und Laufeinheiten an, soweit es das Leben zulässt. Wenn jemand Geburtstag hat, ich auf mein Patenkind aufpassen darf, oder eine Freundin einfach ein offenes Ohr braucht, lasse ich auch mal ein Training ausfallen oder schiebe die Einheiten. Für mich ist Triathlon ein Hobby und ich möchte auch noch am Leben teilhaben und Freunde treffen. Ich denke hier die richtige Balance zu finden, ist enorm wichtig. Zumindest ist es das für mich. Das ist bei einem 40 Stunden Job nicht so einfach, aber es funktioniert!

Deine top 4 Songs fürs Laufen?

Olivia O‘Brien – hate u love u
Sleeping with sirens- Kick me
Alec Benjamin – Let me down slowly
Robin Schulz – speechless (feat. Erica Sirola) 

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