Wir haben Daniela Bleymehl gefragt – Was tun im Falle eines Duathlons?

Der Ironman Hamburg steht an und es steht die Frage im Raum: „Wird das Schwimmen in diesem Jahr stattfinden?“ Bereits im letzten Jahr konnte die erste Disziplin in der Hamburger Binnenalster nicht durchgeführt werden, da die Konzentration sogenannter Blaualgen in dem Gewässer einfach zu hoch war. Blaualgen, die ihren Namen eigentlich bei ihrer grünen Farbe nicht verdient haben, lösen bei zu hoher Konzentration Hautreizungen aus und können nach Verschlucken zum Erbrechen führen. Wenn der maximal zugelassene Wert überschritten wird, steht wie auch 2018 in Hamburg ein Duathlon an. Wie ihr damit am besten umgeht, haben wir für euch die mehrmalige Ironman Gewinnern Daniela Bleymehl gefragt. Sie selbst konnte 2017 den Ironman Hamburg für sich entscheiden!

Liebe Daniela, wie muss man einen Duathlon über diese Distanzen im Gegensatz zum Triathlon angehen?
FOTO:NILS FLIESHARDT / SPOMEDIS
Im Falle des Duathlons heißt es erstmal: Ruhig bleiben

„Das Wichtigste ist, dass ihr euch von den Spekulationen nicht wahnsinnig machen lasst. Die Situation ist wie sie ist und ihr könnt nichts dran ändern – stellt euch lieber mental nicht auf das Problem, sondern auf die Lösung ein. Sollte tatsächlich am Wettkampftag oder einen Tag davor entschieden werden, dass die Algensituation ein sicheres Schwimmen nicht zulässt, kann man daran einfach nichts ändern. Sicherheit geht in dem Fall vor und wenn man sich die Auswirkungen von Blaualgen auf Mensch und Tier anguckt, dann kann das sicher jeder nachvollziehen. Auch ein eventuelles Schwimmen ohne Neopren ist kein Problem – Die allgegenwärtige Angst ist unbegründet: Ihr kennt die Situation ohne Neo aus etlichen Stunden Training. Ihr müsst nur noch abrufen, was ihr euch erarbeitet habt!“

Die Situation nicht unterschätzen – Duathlon ist anders

„Auch wenn die Laufdistanz von 6 Kilometer relativ kurz klingt, ist es eine nicht zu unterschätzende Belastung. Man grenzt am Tagesende immerhin auf fast 50km Laufleistung. Ein kurzer Lauf vor dem Radfahren wirkt sich komplett anders auf den Körper aus, als Schwimmen. Wer diese Hürde zu schnell angeht, kann hinten raus schnell ins Trudeln geraten.  Ein großer Vorteil ist natürlich die mögliche Versorgung während des Laufens, die beim Schwimmen nicht möglich ist. Das sollte man auf jeden Fall ausnutzen und für sich einplanen. Ansonsten kann ich nur empfehlen die Situation ruhig und locker anzugehen und sich Zeit zu nehmen.“

Danke Daniela für deinen Input!

 

 

Eine Frage die wir uns innerhalb des Teams stellen: Wird der Ironman Hamburg einen weiteren Duathlon verkraften? Wir sehen hier auf jeden Fall Handlungsbedarf auf Seiten des Veranstalters den Fall von Blaualgen nicht weiter auf die leichte Schulter zu nehmen und Alternativen aufzuweisen. Die Gefahr eines erneuten Auftretens der Blaualgen war stets allgegenwärtig.  Seht ihr das genauso? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

 

 

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