Titelbild von: Marcel Hilger

Die perfekten Socken für Triathleten! – Alexander Siegmund hat sie mitentworfen

Wir hatten schon einmal ausführlich über das Startup „Incylence“ berichtet. Mit einer Kombination aus Design und Funktion haben sich die bunten Socken aus Hamburg in unser Herz gespielt und besonders im Test wunderbar abgeschnitten. Doch wer steckt hinter dem neuen Sockentrend aus Hamburg. Wir haben uns mit dem Gesicht der Firma Alexander „Socken-Sieggi“ Siegmund unterhalten und ihm auch ein paar Geheimnisse zu seinem Training entlockt.

Moin Alex! Schön, dass du dir die Zeit nimmst für unser kleines Interview. Bevor wir uns über eure Socken unterhalten, würde ich gerne von dir persönlich wissen, wie du überhaupt zum Triathlon gekommen bist?

Moin Lasse, ich bin da mehr oder weniger reingerutscht. Durch meine Mutter war ich schon sportlich vorgeprägt, da sie eine begeisterte Tennisspielerin ist. Dadurch bin ich früh zum Leistungssport gekommen. Bis zu meinem Abitur habe ich ausschließlich Tennis und Fussball gespielt. Mit dem Abi in der Tasche hatte ich eigentlich den Plan mich für ein Jahr komplett auf Tennis zu fokussieren, doch meistens kommt es ja anders als man es plant. Eine Verletzung machte mir da einen dicken Strich durch die Rechnung. Als Trainingsergänzung bin ich immer viel Laufen gewesen – nun trat Laufen immer weiter bei mir in den Vordergrund. Hinzukam noch, dass ein Freund von mir unglaublicher Fan von Lance Armstrong war. Durch seinen Einfluss kam irgendwann noch das Radfahren hinzu. Der Weg zum Triathlon war damit ja nicht mehr weit. Der Sport hat mich bereits damals fasziniert, da er viele Herausforderungen mit sich trägt. Seitdem bin ich dabei geblieben.

Und das auch sehr erfolgreich! Du kommst gerade aus Bayern zurück, wo du bei der berühmten Challenge Roth nicht nur mit Incylence auf der Messe vertreten warst, sondern auch selbst an der Startlinie standest. Wie war das Rennen für dich?

Einfach unglaublich. Im Gegensatz zum Jahr davor hatte ich erst kurz vorher ein Ziel für mich formuliert, was sich definitiv merkwürdig anfühlte. 2018 wollte ich unter 9 Stunden landen, was ich mit 8:56 auch geschafft habe – dieses Jahr hatte ich einfach andere Themen im Kopf und sehr viel zu organisieren. Kurzfristig habe ich dann für mich eine 8:45 festgelegt. Dass ich das geschafft habe, war für mich einfach eine unfassbare Erfahrung, besonders da sich die Zeiten komplett anders zusammengesetzt haben, als ich eigentlich gedacht hätte. Ich hatte eigentlich mit einem besseren Schwimm-Split gerechnet und nicht mit dieser Marathon-Zeit. Insgesamt einfach ein unglaublicher Tag und auch ein Wahnsinn von Event! Die Stimmung ist einfach nicht zu vergleichen.

© Carla Nagel

Wow! Deine zweite Langdistanz überhaupt und beide unter 9 Stunden hingelegt. Hast du dir bei solchen Ergebnissen mal Gedanken darüber gemacht vielleicht Triathlon Profi zu werden?

Ja natürlich, mit solchen Gedanken schlägt man sich natürlich rum und wird häufiger gefragt. Doch einige Sachen sprechen bei mir dagegen. Zum einen wäre da Incylence selbst, was mir viel Zeit und Konzentration kostet, mir aber auch unheimlich viel Spaß macht. Das möchte ich eigentlich nicht missen. Außerdem bin ich für eine Profi-Karriere nicht schnell genug. Meine Performance auf der Langdistanz wird sicher für einige Top 10 Platzierungen reichen, wenn man sich die richtigen Rennen aussucht – aber auf der Mitteldistanz bin ich am Ende einfach nicht schnell genug. Außerdem gibt es da noch mein Traum mich einmal als Agegrouper für Hawaii zu qualifizieren. Also jede Entscheidung in diese Richtung muss ich auf jedenfall dahinter legen. Ich will es aber für die Zukunft nicht ganz ausschließen.

 

Wir sind gespannt, in welche Richtung sich das alles entwickelt! Aber zurück zu Incylence. Wie kommt man überhaupt darauf ins Socken-Business einzusteigen?

Ich hatte schon immer ein vollen Socken-Tick. Beim Tennis hab ich immer zwei Paar übereinander und das obere auf links gekrempelt. Beim Triathlon habe ich später auch immer nur hohe Socken mit verschiedenen Mustern getragen. Dort hatte ich das Problem, dass ich entweder nur Funktionssocken bekommen habe oder welche mit coolem Muster, die einfach nicht sportgeeignet waren. Daher dachte ich mir schon länger, dass man da was Eigenes machen müsste. Das mich diese Gedanken umtreiben, habe ich dann auch Max (Mitgründer) berichtet. Er hat da gleich eine Chance gewittert, sich rangesetzt und hat ein Grundgerüst entwickelt. Max kommt zwar gar nicht aus dem Triathlon Bereich, hat in der Hinsicht aber auf meine Meinung vertraut, dass ein solches Produkt am Markt ankommen könnte. Als BWL´er war er schon länger auf der Suche nach einer Möglichkeit sich selbstständig zu machen. Damit war die Grundidee geboren!

Aber nur eine Idee zu haben, reicht ja leider meistens noch nicht aus. Wie ging es dann weiter?

Wir hatten das Grundgerüst der Idee noch weiter verfeinert und mich Zahlen und Fakten unterfüttert, aber die Umsetzung konnten wir alleine nicht stemmen. Daher sind wir mit dem Businessplan von Agentur zu Agentur gezogen und haben jemanden gesucht, der mit uns die fixe Idee zur Realität werden lässt. Doch keine Agentur mit der wir gesprochen haben, brachte ein Angebot hervor, was auch nur irgendwie in unsere finanziellen Möglichkeiten passte, also mussten wir umdenken. Wir haben uns auf die „Socken“ gemacht und sind dann auf Pavel gestoßen. Der ist jetzt der Dritte bei uns im Bunde und für den grafischen Teil und einem stimmigen und einheitlichen Erscheinungsbild zuständig. Dadurch hat sich folgende Aufgabenverteilung aufgetan. Pavel arbeitet im grafischen Bereich – das heißt an Designs, Flyern, Homepage etc. – also am Erscheinungsbild und der Außendarstellung. Max ist bei uns für den geschäftlichen Teil verantwortlich und ich arbeite in der Produktentwicklung und bin das Sprachrohr in die Szene. Insgesamt sind wir jetzt so aufgestellt, dass wir alles essentielle abdecken können.

Ihr setzt in eurem Konzept ja auch verstärkt auf Kooperation. Wie kommt es dazu und ist da noch mehr zu erwarten?

Das stimmt! Mit Daniela Bleymehl und der Triathlon Crew Cologne (unbedingt mal reingucken) haben wir unglaublich gute Partner an unserer Seite. Wir sind sehr stolz darauf, dass man sich gegenseitig so ein Vertrauen schenkt! Uns geht es  bei den Kooperationen darum Kräfte in der Sparte zu bündeln und vor allem darum um Spaß zu haben. Wir suchen nicht die Partner aus, um möglichst unser Reichweite oder unseren Absatz zu verbessern, sondern weil das Menschen sind mit denen wir unglaublich gerne zusammen arbeiten. Nur dann kann das eine gute Partnerschaft werden. Für die Zukunft haben wir noch viel mehr in die Richtung geplant. Einige Kooperationen haben wir bereits fix abgemacht, mit anderen stehen wir gerade im Austausch. Man darf also gespannt sein!

So! Was uns natürlich noch interessiert! Trägt man nur noch seine eigenen Socken, wenn man in dem Business arbeitet?

Haha, Ja sowieso! Sowohl beim Sport, als auch privat trage ich nur noch unsere Socken.

Danke für diese spannenden Einblicke in dein Leben und wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg!

Danke für das Interview!

Alex Tipp für die Trainingsplanung 

Schafft euch Strukturen! Nur mit einer anständigen Trainingsplanung schafft ihr es weiter voranzukommen, ansonsten läuft man schnell mal auf der Stelle. Dafür ist ein Trainer absolut sinnvoll. Bei der Trainerwahl würde ich drauf achten, dass es vor allem menschlich sehr gut passt. Das ist durch Nichts zu ersetzen. Persönliche Probleme oder Engpässe wirken sich natürlich auch auf die Leistungsfähigkeit aus und das sollte der Trainer dann natürlich wissen und mit einplanen können. Bei mir ist es so, dass ich meinem Trainer auch mal mein Herz ausschütte.  Das hilft uns beiden dabei voran zukommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.